Hier hört ihr Interviews mit den Rockbands aus EURER Nachbarschaft
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00:00:15: Ich freue mich unglaublich, euch in meinen heutigen Gast vorzustellen.
00:00:18: Der bringt jetzt eine Mai nämlich mit seiner Band nach neun Jahren eine neue Platte raus.
00:00:23: Gleichzeitig wird es das allerletzte Album sein.
00:00:26: und ist es niemand Geringeres als Campino von den Totenhosen!
00:00:30: Schön dass du da bist.
00:00:31: wie geht's dir?
00:00:32: Ein wunderschönen guten Tag.
00:00:33: alles soweit in der Spur
00:00:35: Freut mich!
00:00:36: Trink aus, wir müssen gehen ist als Titel ja schon sehr final.
00:00:41: Die erste Single heißt die Show muss weitergehen.
00:00:44: Steckt damit Absicht so ein bisschen Doppeldeutigkeit drin?
00:00:48: Das haben wir gerne mitgenommen.
00:00:50: den Effekt aber im Grunde ging es uns eher darum mit dem Lied ein bisschen Zuversicht zu verstreuen und zu zeigen dass wir noch gut mit unserer Energie da stehen.
00:01:03: Ja, vielleicht den Leuten damit eine kleine Botschaft mitgeben.
00:01:08: Den Tag gut zu starten und nicht zu verzweifeln wenn man sich mal ein bisschen schlapper fühlt.
00:01:16: Wusstet ihr denn beim Songwriting schon dass es das letzte Album werden wird?
00:01:21: Das ist uns in der Tat klar gewesen.
00:01:23: ist uns in den letzten Jahren irgendwo rechnerisch aufgefallen, dass das jetzt schon neun Jahre her ist.
00:01:30: Dass wir das letzte reguläre Album rausgebracht haben?
00:01:32: und wenn wir nach vornerechnen neun jahre dann wären wir ja schon irgendwie in den siebzigern.
00:01:36: Und da kam er uns irgendwie so gruselig vor, dass wir gesagt haben.
00:01:40: okay Dann wird das wohl das Letzte sein
00:01:43: Verstehe.
00:01:44: Also habt ihr auch bewusst einen musikalischen Schlusspunkt gesetzt?
00:01:48: Nein nicht bewusst ein musikalisches Schlusspunkt.
00:01:50: also.
00:01:51: letztendlich Wenn wir den Eindruck hätten uns brennt irgendein Thema nochmal auf an den Fingern, dann würden wir auch noch mal ein Lied droppen oder für ein besonderes Projekt vielleicht Musik machen.
00:02:04: Aber wir sehen vor uns den Punkt gekommen dass die Zeit unserer regulären Alben so wie sie die forty fünf Jahre lang rausgebracht haben, die auch immer eine Art Tagebuch von uns waren in dem wir verarbeitet haben, wie es uns so ergangen ist in den letzten Jahren und wie unser Blick der Dinge auf die Geschehnisse ist.
00:02:28: Das wird so nicht mehr geben.
00:02:29: Alles klar aber das ist ja sehr beruhigend dass da vielleicht noch mal ein Song kommt!
00:02:33: Ja also ich will da nur eine... Also da will ich, das weiß man alles nicht, aber da würden wir uns ja selber ins Knie schießen wenn wir nur wegen dieser Albumgeschichte dann uns da so einen endgültigen Riegel vorschieben würden.
00:02:47: Das ist so nicht gemeint.
00:02:49: Okay, das ist eine sehr schöne Nachricht.
00:02:52: Ihr seid ja in einem Band mit einer sehr klaren Haltung.
00:02:55: War euch es bei diesem Album wichtig gesellschaftliche Themen wieder stärker mit reinzunehmen oder ist das einfach automatisch bei euch?
00:03:02: Zu etwas kann man nie erzwingen also wir arbeiten da keine Quote ab dass wir sozusagen pro Album auch was weiß ich zwei oder drei Lieder haben müssen die sich irgendwie zu gesellschaftlichen Themen äußern.
00:03:15: so etwas kommt oder es kommt nicht, das kann man nicht erzwingen.
00:03:20: Aber wir sind sehr glücklich dass wir auf dieser Platte dann doch ein zwei Themen gefunden haben die genau auf die Situation in unserem Land gerade hinziehen.
00:03:34: Ja das denke ich aber auch.
00:03:36: Das ist sehr schön!
00:03:38: Wie hat sich denn euer Songwriting Prozess über die Jahre verändert?
00:03:43: Im Grunde... Für uns kaum spürbar.
00:03:46: Es hat vielleicht einmal eine Art Bruch gegeben, das wir aufgehört haben als Kollektivtexteschreiben zu wollen.
00:03:55: Das hat auf den ersten Scheiben noch ganz gut geklappt Opelgängen unter falscher Flagge in den achtziger Jahren.
00:04:03: Aber da war unsere Anspruch auch noch ein anderer und ich erinnere mich dass wir so sehr, sehr schnell ungeduldig wurden zu fünft.
00:04:11: Wenn irgendjemand die Lust verloren hat ging die Konzentration im Raum verloren und dann sind wir lieber Fußball spielen gegangen als so eine Textidee ordentlich zur Ende zu bringen.
00:04:20: Und so hat sich das irgendwo ergeben dass ich eigentlich immer nochmal alleine nachgearbeitet habe und dann irgendwann die anderen auch gar nicht mehr gefragt habe ob sie mit an Bord sein wollen sondern hab die Sachen mit mir selber ausgetragen.
00:04:36: Über die Jahre hat sich das so weiterentwickelt.
00:04:41: Ich bin froh, dass ich mit Martin Lassini, der ja als Materia bekannt ist, wieder jemanden getroffen habe, der dieselbe Geduld und denselben Spaß antworten und Texten hat.
00:04:52: Und mit dem ich mich oft zusammensetze umzuschreiben.
00:04:57: Das hat mir auch die Lust am Texten wiedergebracht.
00:05:00: Ach wirklich?
00:05:01: Ihr macht es öfter!
00:05:02: Ich hab ja das Lied schon gehört, welter Wunder mit ihm.
00:05:06: Ja, das ist einer seiner besten Songs.
00:05:10: Aber er hat viele Gute!
00:05:11: Ja auf jeden Fall.
00:05:13: Gab es viele nostalgische Momente beim Schreiben dieses Albums?
00:05:17: Nostalgische momente... Also es gab eine Menge Rückblicke und es geht natürlich ums Bilanzieren.
00:05:25: wenn man sich selber so einen Schlusspunkt setzt dann ist das hoffentlich erlaubt dass solche Art der Rückblickel mehr zu finden sind als auf normalen Alben.
00:05:37: Aber Nostalgie hört sich für mich immer so ein bisschen nach Verklärung der Vergangenheit an oder dass man behauptet, oder wirklich auch denkt das früher alles so viel besser war.
00:05:48: Das kommt bei uns nicht so hin.
00:05:50: Es ist eher eine Art Bestandsaufnahme und eine Bilanz Als dass man jetzt die alten Zeiten glorifiziert.
00:06:00: Und nun liegen ja zwischen diesem Album und dem davor sehr viele Jahre, und zwar neun.
00:06:06: Hat euch diese Distanz eher geholfen oder hat der Druck zugenommen?
00:06:12: Wir waren in diesen neun Jahren wirklich nicht untätig.
00:06:15: wir haben eine Art Plaktscheibe aufgenommen wollten auf Tournee gehen mit dem Programm.
00:06:21: das ist dann wegen Corona ausgefallen.
00:06:23: Dann habe ich hier ein Buch geschrieben, dazu hat die Band dann einen Mercybeat-Album aufgenommen.
00:06:29: Wir haben unser vierzigstes Jubiläum gefeiert und auch auf dieser begleitenden Schallplatte waren sechs neue Stücke drauf.
00:06:38: also wir waren irgendwie immer aktiv... wir haben überhaupt nicht verstanden wo diese neuen Jahre geblieben sind.
00:06:44: das ist uns gar nicht so richtig klar geworden und dem Druck nicht empfunden, auch nicht durch die Ankündigung dass das jetzt unser letztes Album ist.
00:06:55: Wir haben eher versucht daraus Kraft zu ziehen und eine Motivation nochmal alles zu geben.
00:07:01: Ich kann das bestätigen.
00:07:02: als ich da noch mal gelesen habe es ist neun Jahre her mit dem letzten Album konnte ich's auch nicht glauben.
00:07:07: Das ist so lange
00:07:09: drin!
00:07:10: Ja wenn man sich nach hinten dreht und zurückschaut dann hat man immer den Eindruck die Zeit rast.
00:07:18: Ja, vielleicht sollte man seinen Kopf einfach wieder nach vorne drehen.
00:07:20: Dann sieht wieder alles aus wie ein Riesenberg, den man nicht schafft.
00:07:23: Das
00:07:24: hat wahrscheinlich beide seine Vor- und Nachteile.
00:07:27: Irgendwas dazwischen wird der Trick sein!
00:07:30: Was kann dieses Album, was einen Hosenalbum vor fünfzehn Jahren vielleicht nicht gekonnt hätte?
00:07:36: Das müssen die Fans letztendlich sagen.
00:07:38: mir fehlt dazu die Distanz das jetzt zu beurteilen.
00:07:41: ich habe das gerade vor drei Wochen oder so sind wir fertig geworden waren zwei Jahre lang nur auf Fehlersuche und haben uns mit der Frage beschäftigt, wie man das Ganze optimieren kann.
00:07:53: Da fehlt jetzt noch jeder Abstand.
00:07:57: Ich habe letztens mal ein paar alte Sachen von uns gehört und konnte für mich so entdecken dass wir durchaus Phasen hatten wo wir wirklich schon voll auf der Höhe waren und dann gab es auch immer wieder mal kreative Einbrüche.
00:08:13: Ich glaube, niemand kann immer konstanz auf demselben Niveau abliefern in gar keinen Beruf oder in gar keiner Tätigkeit.
00:08:23: Aber ich war eigentlich ganz zufrieden damit dass wir schon in relativ jungen Jahren hin und wieder mal einen echten Treffer gelandet haben.
00:08:32: Gibt es denn ein Song auf der Platte bei dem du das Gefühl hattest den hätten wir in jüngeren Jahren niemals so gemacht?
00:08:40: Na da gibt es mehrere von denen diese Lieder Die sollen gar nicht vertuschen und verschweigen, dass sie geschrieben worden sind von Leuten die Ü-Sächsig sind.
00:08:52: Das muss ja nach wie vor Deckungsgleich bleiben.
00:08:55: Das darf ja nicht zu einer Lüge werden in der wir versuchen uns selber und den Menschen zu verklickern, dass wir die ewig jungen Typen geblieben sind.
00:09:05: Ein Lied wie Glück über meinen Sohn?
00:09:06: Wie hätte ich das schreiben können ohne dir ohne je Vater zu
00:09:11: werden?!
00:09:12: Und es geht ja da, um das Erwachsenwerden der Kinder.
00:09:18: Da kann man sich schon ausrechnen, dass das selten ein Lied wäre was jemand schreibt, der unter fünfzig ist oder so.
00:09:25: Es gibt auch Lieder über die Geschichte der Totenhosen.
00:09:30: Die könnte man gar nicht erzählen wenn man das nicht erlebt hätte und insofern haben wir einfach versucht im Fluss zu bleiben unser Alter, unseren Werdegang mit in die Texte reinzunehmen.
00:09:45: Dann wiederum gibt's Songs wie zum Beispiel Keine macht den Proben wo es um unserem Proberaum geht.
00:09:51: ich denke denen hätte man vor zwanzig dreiß Jahren genauso schreiben können.
00:09:55: Gibt es denn aber trotzdem ein Song auf dem Album an dem ihr besonders lange gearbeitet habt?
00:10:01: Wo es euch schwer viel zu sagen okay der ist jetzt fertig.
00:10:04: Na
00:10:05: ja also so aus den Ärmel geschüttelt soll das natürlich immer dann klingen im Ende, aber es steckt eine Menge Arbeit in den Sachen und diese fünfzehn Titel die es da jetzt zu hören gibt sind die Essenz aus zwei Jahren Arbeit.
00:10:21: Wir haben in dieser Phase mindestens zwei bis dreihundert grobe Lead-Ideen gehabt für dies auch noch keine Texte gehabt.
00:10:31: Das muss man sich so vorstellen dass wir immer Sessions machen zwischen drei und fünf Tagen Und danach setzen wir uns hin zum sogenannten Eltern-Sprechtag und dann diskutieren wir über die Lieder.
00:10:42: Die Ideen, die wir gut finden, nehmen wir weiter und bearbeiten weiter und die, die nicht so doll sind werden einfach weggelegt.
00:10:51: Nach diesem Auswahlverfahren sind wir irgendwann dazu gekommen um die Fünfzig Songs zu haben, die wirklich schon klarer ausgearbeitet waren und wo es auch Textversuche zugab bis hin zu ungefähr die wir absolut ernst genommen haben, die sozusagen fertiggestellt wurden.
00:11:08: Und aus diesem Dreißig haben wir dann für uns besten fünfzehn Lieder genommen um sie zu veröffentlichen.
00:11:15: Also das ist unser Rezept, um zu vermeiden dass da irgendwelche Songs drauf sind, die wir selber nicht wirklich gut werden.
00:11:24: Haben es auch einige Songs nicht aufs Album geschafft?
00:11:26: am Ende?
00:11:27: Ja,
00:11:27: na klar!
00:11:30: In welchem Song steckt am meisten Campino drin?
00:11:33: Das fällt mir sehr schwer zu sagen, ich hoffe der steckt da irgendwie zwangsläufig überall mit drin.
00:11:43: Ich bin mit der Frage überfordert ehrlich gesagt also das ist ja immer jeder Text ist irgendwo aus meiner Sicht heraus aber darum geht es gar nicht.
00:11:52: Der Kontext oder der Subtext zu einer Geschichte warum haben Die Toten Hosen, das Lied jetzt so oder so geschrieben.
00:12:00: Um wen geht's da?
00:12:01: Das muss eigentlich alles egal sein.
00:12:04: Ein Lied ist dann gelungen wenn andere Menschen das hören und denken.
00:12:11: dieses Gefühl was in dem Lied beschrieben wird, das kenne ich.
00:12:15: So ist es mir auch errangend.
00:12:17: In dem Moment ist das Liet für mich ein Erfolg.
00:12:21: Okay Und wegen den ganzen Songs, die es nicht drauf geschafft haben fällt euch das Aussortieren inzwischen leichter oder ist das immer noch sehr schmerzhaft?
00:12:30: Also wir machen immer so eine Art Ranking-Liste für uns wie so ne private Hitparade und die ersten fünf, sechs, sieben Lieder also die ähneln sich bei uns allen.
00:12:42: Da gibt's eigentlich selten Streit drüber.
00:12:45: Es geht dann eher um die Songs die mehr polarisieren Und wo der eine oder andere da eine Schwierigkeit hat, aber vielleicht ein Dritter genau dieses Lied dann besonders gut findet.
00:12:58: Das sind dann immer die etwas unentschlossenen Songs.
00:13:03: Da geht es also um die Titel sozusagen zwölf, dreizehn, vierzehnt und fünfzehn.
00:13:06: Da wird dann drum gezangt weil noch ne Menge andere Kandidaten im Raum werden.
00:13:12: Aber wir sprechen und diskutieren da so lange drüber bis man dann irgendwann festgelegt hat welche Titel ist schaffen
00:13:20: Und gibt es einen Song auf dem Album, der das für dich am besten repräsentiert?
00:13:24: Also ein Track wo du sagst, dass ist der Kern.
00:13:28: Das fällt mir schwer zu sagen weil letztendlich hat jedes Lied auf dieser Platte eine Berechtigung oder ist ein Baustein zur Gesamtheit.
00:13:38: Das ist genau dieses Phänomen was ich meine... Fans von Alben gewesen sind, weil die eine ganze Dramaturgie hatten.
00:13:48: Jedes Stück musste an einer bestimmten Stelle sein.
00:13:51: und so verstehen wir das eben heute auch noch wenn wir ein Album aufnehmen.
00:13:55: ich weiß dass die meisten Menschen Stücke viel beliebiger hören nur noch kurz anklicken drei vier Sekunden lang Und dann entscheide will ich es weiterhören oder skippe ich einfach weiter.
00:14:06: aber für uns war auf dieser Scheibe noch mal absolut der Wunsch da, das so in unserer Vorstellung zusammenzubauen.
00:14:14: Und da hat jedes Lied seine bestimmte Position und Funktion.
00:14:18: Aber ich nenne dir einen Song mit dem ich sehr glücklich bin – Das ist was mit uns los!
00:14:24: In dem wir versuchen die Stimmung in der Gesellschaft ein bisschen zu greifen.
00:14:28: Was schwierig ist aber es war ein Versuch wert und mir liegt sehr viel an diesem Lied.
00:14:36: Wenn du mich fragen würdest, was ist denn vielleicht das Lustigste auf der Scheibe?
00:14:41: Dann würde ich sagen, lass mal nicht machen.
00:14:44: Und wenn du fragst, was wäre die beste Liebeserklärung auf der Platte, dann würde ich dir das Stück Düsseldorf empfehlen.
00:14:51: Also ... Ich hoffe es ist die ganze Bandbreite daran von Sachen, die man sich von den toten Hosen auch erwünscht.
00:14:58: Okay, danke schön!
00:14:59: Gerne.
00:15:00: Was schätzt ihr unter Bandkollegen nach so langer Zeit am meisten aneinander?
00:15:05: Ich kann nur für mich sprechen, was ich bei den anderen mag.
00:15:10: Grundsätzlich ist das Schönste bei uns dass wir Freunde sind.
00:15:15: Das heißt nicht, dass es immer ohne Ärger vonstatten geht.
00:15:19: aber wir haben glaube ich alle gegenseitig einen großen Respekt und uns ist immer klar, dass das Lied, dass unsere Lieder unsere Musik die absolute Priorität haben und jeder sein Ego da unterordnen muss.
00:15:36: Damit meine ich, dass niemand böse ist wenn eine Idee die man sich ausgedacht hat vielleicht abgelehnt wird oder wenn es ein bisschen rupig bei der Produktion zugeht.
00:15:50: Jeder weiß das wir alles reinhauen um das Beste aus den Liedern rauszuholen Und in dem Moment geht's dann eben nicht um Egos oder wer welche Idee hatte sondern nur die besten Sachen durchsetzen.
00:16:04: Das ist manchmal gar nicht so einfach, wie sich das vielleicht jetzt anhört.
00:16:10: Man muss sich einfach vorstellen dass jemand vielleicht zwei Wochen an einer musikalischen Idee sitzt und das alles ausfeilt und diese Idee auch wirklich gefällt und dann kommt er in den Proberaum und spielt das vor und nach zwanzig Sekunden sagt jemand komm mach mal weiter!
00:16:27: Das haben wir schon so ähnlich brauchen wir jetzt nicht also es immer mit Enttäuschung und Frustrationsverbunden.
00:16:36: So ein Weg von zwei Jahren, bis man zu einem Album kommt, das allen gefällt.
00:16:42: Das glaube ich!
00:16:44: Und wenn du jetzt auf das fertige Album schaust ... Was sagt es über die Totenhosen im Jahr?
00:17:00: für uns Fans?
00:17:01: Radio-Menschen und so weiter geht da ja schon eine Ära zu Ende.
00:17:06: Das ist schon ein sehr komisches Gefühl!
00:17:09: Wie fühlst du dich denn gerade?
00:17:11: Wie fühlt sich das alles an, das letzte Album?
00:17:15: Es fällt mir nicht ganz schwer zu erklären wir hatten uns vor drei Jahren den Startpunkt gegeben zu dieser Produktion.
00:17:22: damals hieß dass schon Trink auswirken müssen gehen zwar also klar was laufen würde aber sobald wir mit der Arbeit angefangen haben sind wir in den normalen Modus gekehrt, also während der Produktion ging es eigentlich zu wie immer und man hat solche Gedanken gar nicht an sich rankommen lassen.
00:17:40: Als wir dann fertig waren mit den Aufnahmen und wir zum letzten mal alles durchgehört haben um nochmal Fehler zu checken da ist mir das dann schon klar geworden und hat mich auch irgendwo berührt so Dass man nicht sagt, bis zum nächsten Mal oder bis morgen was das Studio angeht.
00:18:00: Sondern dass wir da einen Ende erreicht hatten.
00:18:06: Da musste ich schon schlucken.
00:18:08: Andererseits ist es keine Erleichterung oder kein Freudengefühl sein letztes Album aufzunehmen.
00:18:17: Es ist eher ein Gefühl, dass unsere Entscheidung richtig ist.
00:18:21: Das heißt aber nicht, besonders schön finden.
00:18:24: Es ist nur ein Akzeptieren der Situation, dass wir mittlerweile einen Alter erreicht haben bei dem die Dinge nicht mehr so selbstverständlich scheinen wie man das erlebt wenn man junger Mensch ist und wir hatten uns immer vorgenommen uns da nicht selber zu belügen irgendwie Wir wollen nicht wackelig auf die Bühne gehen und nur noch in Schatten unserer Selbstsein immer kraftvoll war und die immer alles gegeben hat.
00:18:56: Das kann ich für diesen Sommer, auch noch versprechen aber eben nicht mehr für die weitere
00:19:02: Zukunft.".
00:19:03: Und wie geht es jetzt danach weiter?
00:19:05: Machst du dann die Füße hoch oder hast du schon andere Projekte im Kopf?
00:19:08: was macht Campino in zwei Jahren?
00:19:11: Das weiß ich nicht.
00:19:13: ist auch nichts was mich beunruhigt.
00:19:16: In meinem Leben sind die Dinge Immer auf mich zugekommen.
00:19:20: Ich war nie ein Suchender in dem Sinne und ich vertraue diesen Prinzip weiterhin, da wird schon was passieren aber es gibt keine konkreten Pläne.
00:19:30: Ich glaube niemand von uns hat sich da irgendwas vorgenommen.
00:19:34: Wom?
00:19:34: Unser Schlagzeuger spielt ja noch in vielen anderen Nebenprojekten.
00:19:38: das wird er sicherlich weitertun Und kann mir auch vorstellen dass die andern nicht untätig sind Aber da gibt's keine konkrete Idee.
00:19:46: Dann eine Frage, die ich immer gerne stelle.
00:19:49: Was ist der Rock-Song deines Lebens?
00:19:51: Es kann doch dein eigener sein!
00:19:53: Das ist eine Frage ,die ich dir alle zwanzig Minuten anders beantworten würde.
00:19:57: Das muss klar sein.
00:19:58: du kannst ein Mensch, der seit seiner Kindheit als ich fünf sechs Jahre alt war ging das bei mir los mit dem Macross, mit Hang on Snoopy.
00:20:07: Seit seiner kindheit höre ich Rockmusik und am liebsten das was ganz laut scheppert.
00:20:12: Ja, da hat man verschiedene Phasen.
00:20:14: Da gab es Glamrock, da gab's Hard Rock die Purple und so.
00:20:17: dann kam Punk Und alle Wäcker wurden nochmal neu gestellt.
00:20:22: Ich könnte dir wirklich in dem Sinne nicht das Lied meines Lebens nennen Aber aus einer Launa heraus würde ich jetzt mal für heute, für diesen Moment sagen The Sex Pistols Holidays and the Sun
00:20:36: Okay!
00:20:37: Dann nehmen wir den Rock Song für heute.
00:20:40: Genau Viel Spaß damit.
00:20:43: Danke!
00:20:44: Auf
00:20:44: dem Album habt ihr ja mit anderen Künstlern auch zusammengearbeitet und du sagst es ja auch, du schätzt die Werke anderer Künstler und der ein oder andere inspiriert euch ja sicherlich auch.
00:20:55: Gibt es einen Rock-Song bei dem du dir wünschst dass du ihn geschrieben hättest?
00:20:59: Weil er einfach so gut ist.
00:21:01: Ich glaube alle von... alle... alle von zwanzig Songs.
00:21:03: Also okay einer ist ja von ZK den habe ich halt tatsächlich mitgeschrieben.
00:21:07: aber diese anderen Sachen wie echten Gastbeiträge Die hätte ich alle gerne geschrieben.
00:21:13: Wir haben überhaupt kein Problem, andere Musik zu bewundern oder als Vorbild zu nehmen!
00:21:22: Wir haben es geliebt Songs nachzuspielen die uns gefallen.
00:21:26: Ich glaube wir haben hunderte von Cover-Versionen gemacht am liebsten natürlich mit den Leuten die diese Lieder selber geschrieben oder gesungen haben aber Das war uns immer egal.
00:21:37: Ich fühle überhaupt nicht in mir so die Welt des Künstlers und dieser Betuligkeit, für mich zählt ein guter Song ganz egal ob der jetzt von uns sein sollte oder von jemand anders.
00:21:49: wenn ich eine Fete feier oder an einem Abend irgendwo ein gutes Gefühl haben will dann lege ich Musik auf und da ist alles willkommen.
00:21:58: was irgendwie ballert.
00:22:00: das auch gut.
00:22:02: So, wie sehr tat die letzte Fortuna Düsseldorf-Saison weh?
00:22:06: Es war eine schwierige Zeit.
00:22:10: Aber wir haben die Möglichkeit da ein Deckel drauf zu machen und nach vorne zu schauen.
00:22:15: Wir müssen uns noch einmal zusammenreißen nächstes Wochenende.
00:22:19: aber die letzten drei Spiele waren von der Mannschaft sehr gut mit der richtigen Einstellung, dem richtigen Kampfgeist und wenn sie das jetzt auch noch einmal auf den Platz bringen können dann mache ich mir keine Sorgen um die Mannschaft.
00:22:34: Das letzte war ja drei Eins ne?
00:22:38: Ja vor allen Dingen also drei Eins gegen den Tabellen.
00:22:40: zweiten wir haben eins zu Null gegen den Aufsteiger Schalke null vier nur verloren auswährends das kann man auch bringen.
00:22:46: und dann davor auch nochmal ein drei Null oder drei Eins ich erinnere mich nicht mehr genau gegen Dresden.
00:22:53: Das sind alles gute Ergebnisse, viel wichtiger ist aber die Art der Performance und wie diese Spiele durchgezogen wurden.
00:23:02: Und deshalb habe ich berechtigte Hoffnung dass wir den Klassenerhalt schaffen.
00:23:08: Ich sehe da so ein bisschen Vergleich zu Sankt Pauli dieser Abstiebskampf.
00:23:13: trotzdem total stabile Mannschaft.
00:23:15: Ja
00:23:17: jeder Fan hat für seinen Verein eine besondere Vorliebe.
00:23:22: Das ist auch total okay und geht da durch dick und dünn.
00:23:26: Und wenn es mal eng wird für den Club, dann tut das immer weh!
00:23:31: Wenn man das nicht so empfindet, ist man glaube ich auch kein richtiger Fan.
00:23:34: Wie wurdest du eigentlich Fan?
00:23:36: Wie?!
00:23:38: Naja also... Ich weiß nicht was mich dazu gebracht hat Bälle gut zu finden.
00:23:42: wahrscheinlich meine zwei älteren Brüder die immer mit ihrem Garten gespielt haben.
00:23:46: Ich hatte Fußball sofort im Kopf.
00:23:52: Ich habe aber auch Eishockey geliebt, das war bei uns in unserer Familie ein ganz populärer Sport.
00:23:57: da hat mein Vater immer vor dem Fernseher gesessen und wir durften im Gegensatz zu anderen Programmen immer bis tief in die Nacht Eishocke gucken und hin und wieder auch mal Fußball und ich hab mich dann irgendwann für den englischen Fußball entschieden.
00:24:15: Meine Mutter kommt ja aus England und hat zu Hause immer nur englisches Radio gehört, da habe ich diese Übertragungen mitbekommen und so.
00:24:21: Und bin dann mit acht, neun Jahren richtig entschlossener Liverpool FC-Fan geworden.
00:24:28: Das mit der Fortuna kam ein paar Jahre später ist aber auch unheimlich schön weil wir in Düsseldorf leben.
00:24:36: das ist unsere Heimatstadt.
00:24:38: Wir sind dem Verein sehr verbunden Ja, ein bisschen wie in so einer großen Familie.
00:24:45: Es ist auch so dass die Spieler und der Verein uns besuchen wenn wir hier einen Heimspiel haben... ...und das ist ein großes Gefühl der Zusammengehörigkeit
00:24:55: Das glaube ich!
00:24:57: Okay, zuletzt soll ich nur noch eine Sache ausrichten.
00:25:01: Unser Morningshow-Moderator Schmidt, da hatte ich mal vor vielen Jahren, ich glaub so Ende der Neunziger Anfang der Zweitausender, besoffen im Pudel hier in Hamburg vollgequatscht Und ich soll dir meine Entschuldigung ausrichten.
00:25:15: Sag sie, mich würde mich noch sehr gut an das Gespräch erinnern und da brauchst du dich nicht schämen, es wäre alles völlig fein gewesen.
00:25:22: Ich glaub' dass ist alles was ihr hören wollt!
00:25:24: Jetzt kann er wieder ruhig schlafen... Vielen Dank!
00:25:28: Gerne gerne, macht's gut!
00:25:30: Es war mir eine Ehre, ich freue mich super auf das Konzert Auf der Trabrennenbahn!
00:25:34: Vielen Dank, sehen wir uns!
00:25:36: Tschüss!
00:25:36: Danke dir, liebe!
00:25:37: Bis bald, tschö!
00:25:40: Die Lokalhelden bei Rock-Antenne Hamburg.
00:25:43: Alle Interviews findet ihr auf rockantennepunkthamburg in unserer App und überall wo es Podcast gibt.